planlos2013 sucht die inkompetentesten und „planlosesten“
Entscheidungen der österreichischen Baukultur



planlos2013.at ist eine Initiative der IG Architektur. Erstmals wurde dieser Preis im Jahr 2011 im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums der IG Architektur vergeben. --> planlos2011

Die IG Architektur bemüht sich seit ihrer Gründung im Jahr 2001 in ihrer Tätigkeit um die Verbesserung von Qualitätsverfahren bei Planung und Auslobung. Besonders sichtbar wird die Verfolgung dieses Ziels alle zwei Jahre mit der Ausrichtung des planlos Awards. Die Nominierungen für den Award kommen von Baukultur-Interessierten, BeobachterInnen und Betroffenen. Die Entscheidung über die Vergabe des planlos2013 Awards fällt eine unabhängige Jury.

Es geht bei planlos2013 nicht um gelungene oder weniger gelungene Architektur, sondern um die Voraussetzungen, die dazu führen, also um Entscheidungen, die das Entstehen von Architektur erschweren oder unmöglich machen.
Baukultur entsteht in einem herausfordernden Prozess unter Einbindung von vielen Stakeholdern, teilweise mit unterschiedlichen Interessen. In den letzten Jahren ist die Offenheit dieses Prozesses und die selbstbestimmte Rolle von Architekturschaffenden von zwei Seiten wesentlich eingeschränkt worden: durch eine zunehmende Verrechtlichung, deren Zweck die Risikominimierung von InvestorInnen und AuftraggegberInnen ist, und zweitens durch eine wahre Flut an Normen, deren Vielzahl und einzelne Inhalte gute Planungs- und Bau-Ergebnisse nicht generell befördern, sondern im Gegenteil gelungene Bauwerke oft schon am Anfang des Planungsprozesses verhindern.

Klar ist: Es gibt keine Garantie für gelungene Baukultur-Prozesse. Nicht nur in Österreich, sondern weltweit stößt man auf unverständliche, fahrlässige, inkompetente, schlechte oder sogar böswillige Entscheidungen – gerade von denen, die es besser wissen und machen müssten: von denen, die das Sagen haben.

Hinterher ist man/frau immer klüger. Doch wenn Führungskräfte an den Schalthebeln sitzen, deren Aufgabe es ist, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, muss es erlaubt sein, die Ergebnisse zu hinterfragen, wenn sie nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt haben. Natürlich mit einer guten Prise Humor. Und mit dem Wunsch, aus diesen Fehlern zu lernen.